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Freitag, 6. Juni 2014

Schon wieder vorbei

Wir sind gut in Thessaloniki angekommen. Die Motorräder stehen sicher bei der Spedition und sollen Mitte nächster Woche verladen werden. Alle Besorgten können mal wieder aufatmen - wir sind als Fußgänger in der Stadt unterwegs.

An unserem letzen Abend in Thessaloniki ziehen wir ein kleines Fazit: die Motorräder haben uns brav über ca. 7.250 Kilometer durch Griechenland, die Türkei, Georgien und Armenien gebracht. Wir haben - wie immer - ein Birnchen bei der 800er wechseln müssen, meine Kette lässt langsam nach und musste ein paar Mal gespannt werden und bei Okes Motorrad haben die Simmeringe aufgegeben.

Wir hatten deutlich mehr kühle Tage, als wir erwartet hatten - worüber wir nicht böse sind, Motorradfahren bei Hitze ist nur selten ein Genuss. Und wir hatten deutlich mehr Regen als bei unseren bisherigen Touren. Trotzdem hatten wir noch Glück - wir sind nur ein Mal richtig nass geworden. 

Landschaftlich hat uns Armenien am besten gefallen, hier wären wir gerne ein paar Tage länger geblieben. Beim Essen geht nichts über die georgische Küche. Vielleicht hatten wir in der Türkei und Griechenland einfach Pech bei der Wahl der Restaurants, aber wir konnten eigentlich nichs finden, das sich von dem was wir aus Deutschland kennen unterschied. Yasar, der nette Campingplatzwart in Kappadokien, hatte uns erzählt, dass es selbst für Türken schwer ist in der Türkei gut essen zu gehen. Die Türken mögen Ihre Fleisch-Fast-Food-Restaurants und gefülltes Gemüse oder Ähnliches findet man nur selten. Die Fladenbrot-Türkei haben wir übrigens nicht mehr gefunden. In der Regel gab es normales Weißbrot und die runden Dinger, die bei uns quasi Symbol für die Türkei sind, haben wir nie gesehen.

In Sachen Freundlichkeit sind die Türken nur schwer zu toppen. Hier kommt man ohne ein paar nette Worte und eine Tee-Einladung nirgends vorbei. Die Georgier sind dagegen etwas muffelköpfiger und es braucht einen Moment, bis die Freundlichkeit durchkommt.

Insgesamt ist diese Ecke auf jeden Fall eine Reise wert und empfehlenswert für jeden, der sich abseits der "normalen" Touristenpfade bewegen möchte.

Wir sind hin- und hergerissen zwischen der Freude auf zu Hause und drauf nicht täglich unsere Taschen ein- und auspacken zu müssen und dem Bewusstsein so Vieles noch nicht gesehen zu haben. Es wird sicher nicht lange dauern, bis wir zu überlegen beginnen, welche Ecke der Welt es als nächstes zu entdecken gilt.

Entspannung

Donnerstag, 5. Juni 2014 


Die Sonne ist wieder da. Am Morgen konnten wir all unsere Sachen trocken legen. Sogar die Pfützen im Zelt haben sich bei der Wärme schnell in Luft aufgelöst. Wir spazieren am Strand und schauen uns die alte Stadt - Geburtsort von Aristoteles - an. Ein sehr nettes Plätzchen, an dem wir hier sind. Trotzdem sind wir uns einig, dass wir hier keine zwei Wochen bleiben wollen würden. Als Abschluss eines erlebnisreichen Urlaubs sind ein oder zwei Faulenzer-Tage in Ordnung, für einen ganzen Urlaub wäre das aber nichts für uns, dafür sind wir zu neugierig auf jeden Kilometer, der von hier weiter führt.