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Samstag, 7. Juli 2012

Kasachstan hat uns wieder

Seit wir aus Samarkand weggefahren sind, ist nicht allzu viel passiert.

Gestern (6. Juli 2012) haben wir die usbekisch-kasachische Grenze passiert. Bei den Usbeken haben wir brav alle Papiere ausgefüllt, das Gepäck geöffnet und die Drogen-Cockerspaniel gestreichelt. Die Ausreise war unkompliziert. Die Einreise in Kasachstan war eigentlich auch unkompliziert. Die Jungs hatten es zum Glück etwas eilig, da die Grenze um 19 Uhr schließt. Die Papiere, mit denen wir bei der Ausreise aus Kasachstan Ärger hatten, haben wir nicht gezeigt. Jetzt haben wir neue Papiere für die Motorräder, die sich mit den alten nicht wirklich vertragen. Naja, mal sehen, wie wir diesen Knoten wieder lösen. Kurz  bevor wir gehen durften, wurde noch nach einem 50-Dollar-Souvenir für die Beamten gefragt. Die Jungs können es einfach nicht lassen…...

Heute (7. Juli 2012) haben wir die 870 Kilometer nach Almaty in einem 14-stündigen Gewaltritt hinter uns gebracht. Außer einer ganzen Menge „Nichts" gibt es auf der Strecke nichts zu sehen. Links liegt die Steppe, rechts die Berge, die man im Dunst aber nur erahnen kann. Die Luft ist heiß, trocken und staubgesättigt. Unterbrechungen gab es wenige. Wir hatten einen kurzen Reparaturstopp: nachdem Oke in Samarkand schon meinen gebrochenen Kofferhalter geflickt hat, haben jetzt die Befestigungsschrauben meiner Scheinwerfer beschlossen ihr Leben in Zentralasien zu verbringen, sind still und heimlich abgesprungen und mussten ersetzt werden – ein freundliches Gespräch mit der hiesigen Polizei: wir sind zu schnell gefahren und die Jungs wollten kassieren; da wir ja aber auf der Hinreise schon Lehrgeld bezahlt haben, sind wir inzwischen gewiefter und konnten uns rausreden – und eine Mittagspause mit Lagman (Nudelsuppe).

Jetzt sind wir in Almaty in einem netten Hotel (das wir von der Hinfahrt schon kennen), haben eine Dusche, eine Klimaanlage und sehr bequeme Betten. Morgen ist dann ausschlafen, rumfaulen, schlendern und lecker essen angesagt.