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Sonntag, 18. Mai 2014

Neuschwanstein

Samstag, 17. Mai 2014


Nach einem super Frühstück starten wir, um das Sumela-Kloster südlich von Trabzon zu besichtigen. Bisher haben wir nirgends viele Touristen gesehen, daher rechnen wir nicht mit allzuviel Andrang. Aber weit gefehlt! Das Sumela-Kloster ist so etwas wie Schloss Neuschwanstein auf der "Must-see"-Liste der Türkei. Schon kurz vor dem ersten Parkplatz wundern wir uns, wo all die Busse herkommen. Die müssen heute morgen alle an uns vorbeigefahren sein...

Wir fahren weiter auf der Straße zum nächsten Parkplatz und der Ausblick auf das Kloster ist beeindruckend. Alles erinnert irgendwie an Neuschwanstein. Wir passieren einen Wasserfall, vor dem viele Bilder geschossen werden (in Neuschwanstein ist das die Marienbrücke), es gibt Souvenir-Stände und örtliche Musikanten. Vor der Kasse und auf der Treppe zum eigentlichen Kloster tummeln sich die Besucher. Und hier wird klar, warum das Neuschwansteiner System mit Einlasszeiten auf den Karten, Vorbestellungen usw. Sinn macht ;o)

Wir ergattern unsere Karten dann aber doch recht schnell und stellen uns in die Schlange, die die Treppe zum Kloster hochführt. Schon spannend, was Menschen so alles bauen. Hinter den Mauern an der steilen Feldwand liegen verschiedenen Gebäude. Es gibt eine Bäckerei, einen Speisesaal mit Kühlkammer, eine Bibliothek usw. Die Felsenkirche ist geschmückt mit Malereien, von denen allerdings leider viele bekritzelt und zerkratzt wurden. Ein paar ernst dreinschauende Beamte sorgen dafür, dass beim Fotografieren nicht geblitzt wird, die Kugelschreiber- und Taschenmesser-Banditen hat aber leider niemand aufgehalten. 

Auf dem Weg zurück ins Tal ist inzwischen das Chaos ausgebrochen. Zum Glück sind wir per Motorrad unterwegs und können uns durch das Wirrwarr an Bussen, Autos, Taxis usw. schlängeln.

Auf dem Weg in Richtung georgische Grenze verschwindet die Sonne hinter dichten Wolken - es blebit aber trocken. Die Grenze ist schnell passiert und wir fahren nach Batumi, das nur ein paar Kilometer entfernt ist.

Erstes Zwischenfazit: die Nordtürkei ist sehr abwechslungsreich, die Menschen nett, das Essen gut. Eine Frage bleibt offen. Wo ist eigentlich die Fladenbrot-Türkei? Bisher haben wir kein einziges Fladenbrot gesehen...