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Freitag, 22. Juni 2012

Gute Fahrt in Kirgistan

Der Plan gestern war: Grenze überqueren, erste Pässe fahren und in der Höhe ein bisschen von der Steppenhitze erholen. Soweit der Plan.

Der Weg zur Grenze war kein Problem und zuerst sah alles harmlos aus. Yeldos meinte wir sollen nur unsere Pässe und Fahrzeugscheine zeigen, der Rest wird sie nicht interessieren, z.B. die Zollpapiere. Tja, leider weit gefehlt! Die erste Frage war: Wo sind die Zollpapiere? Und damit fing die Rennerei an…

Nach knapp vier Stunden in verschiedenen Büros, mit Diskussionen, Erklärungen, Fragen und Telefonaten sah es so aus, als müssten wir uns auf einen Kasachstan-Urlaub einstellen. Die Papiere, die wir von der Spedition bekommen hatten, waren nicht ausreichend und eine Ausreise der Motorräder auf offiziellem Weg war so gut wie unmöglich. Eine weitere Stunde später standen wir dann doch samt Motorrädern auf kirgisischer Seite der Grenze – manchmal tun sich Wege und Möglichkeiten auf, die man offiziell als inoffiziell bezeichnen könnte.

In Kirgistan führte uns der erste Weg in einen der zahlreichen Läden an der Straße, um Zutaten für eine ordentliche Brotzeit einzukaufen. Bei Anbruch der Dunkelheit haben wir unser Zelt am Fuße der ersten Berge aufgebaut und unter einem richtig schönen Sternenhimmel an einem Rauschebach unweit der Passstraße zu Abend gegessen.

Heute versuchen wir die verloren Zeit wieder einzufahren und schrauben uns weiter in die Höhe.