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Montag, 5. Juli 2010

durchgeschüttelt

Heute sind wir durch eine Gegend gefahren die der Schnellstraßenbau noch nicht so recht erreicht hat. Es was ein bißchen schüttelig, aber endlich konnten unsere Motorräder mal zeigen wofür sie gebaut wurden. Teilweise ging es recht langsam voran - durch Orte in denen sich die Kinder den Spielplatz mit Kühen teilen und auch mal Pferde die Straße kreuzen, insgesamt war aber alles kein Problem.
Die Sonne ist übrigens auch wieder da und der Weg war definitiv eher staubig als matschig. Wir sehen jetzt ein bißchen aus wie panierte Mehlwürmer und hoffen wir fallen nirgendwo in heißes Fett, das würde ordentlich bruzzeln. Aber wer will schon sauber aus einem Motorrad-Urlaub kommen.

Die Orte haben in Russland übrigens oft sehr nette Namen. Wir sind schon an "Süden" und "Winter" vorbeigefahren, an "sonnig", "fischig" und "kleine Birklein". Einer der letzten Flüsse den wir überquert haben hieß "seeig". Die Russen machen wenn's sein muss aus allem ein Adjektiv, und wenn der Bach steht wird er halt zum See.

Wir sind jetzt schon weit über 7000 km gefahren und von unserem Ziel trennen uns nur noch knapp 200 km - der Baikal ist nicht mehr weit! Morgen geht's nach Irkutsk und übermorgen auf die Insel Olchon - otdichat (ausruhen). Wir sind gespannt ob wir irgendwo einen Platz finden um den See tatsächlich sehen zu können.