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Mittwoch, 20. Juni 2012

Almaty

Heute Morgen sind wir sehr früh aufgestanden. Das war nicht unbedingt geplant, aber da ich schon früh wach war, wir gestern ein paar Stunden verloren haben und heute noch in Almaty ankommen wollten, haben wir uns aufgerappelt und die noch kühlen Morgenstunden genutzt, um vorwärts zu kommen.
Der Weg hat uns zuerst noch ein ganzes Stück am See entlang geführt (Bild 1). Immer wieder sind wir an Viehherden - Pferde, Schafe, Kamele und Dromedare (Bild 2) –vorbeigekommen. Mittags waren dann ca. 100 km vor Almaty zum ersten Mal die Berge zu sehen. Unter eine Wolkendecke konnte man die schneebedeckten 4000-er erkennen. Schöner Anblick, wenn einem gleichzeitig bei über 30°C der Hintern in der Motorradhose kocht.

In Almaty waren wir mit Yeldos verabredet. Der Kontakt zu ihm ist über Jurgen aus Belgien zustande gekommen, den wir vor zwei Jahren in Russland und der Mongolei kennen gelernt haben. Dank Facebook ist die Welt ja ein ganzes Stück näher zusammen gerückt und so hat Yeldos uns in sein Restaurant in Almaty eingeladen. Er ist unter Motorradfahrern inzwischen schon recht bekannt - viele fahren vorbei, wenn Sie Hilfe bei der Reparatur Ihrer Motorräder brauchen, Teile nach Kasachstan geschickt werden sollen oder man einfach mal wieder Lust auf eine gute Pizza und ein nettes Gespräch hat. Yeldos weiß sehr viel über die Völker Zentralasiens und kann einen Tag locker mit Berichten, Informationen und Geschichten füllen.
Wir hatten einen tollen (und langen) Abend, wissen jetzt deutlich mehr über Land und Leute und wenn die Zeit reicht, werden wir ihn auf dem Rückweg noch einmal besuchen.

Morgen wollen wir über die Grenze nach Kirgistan fahren und es geht das erste Mal in die Höhe. Dort oben soll es noch recht frisch sein, aber nach den heißen Tagen in der Steppe freuen wir uns auf die Abkühlung.