Heute berichten wir mal von unseren Begegnungen. Eins vorneweg – alle waren durchweg positiv. Es fing schon am ersten Tag mit einem geschenkten Nachtisch an. Darauf sollten noch viele weitere Nettigkeiten folgen. Wir wurden zum Tee eingeladen, zum Nachtisch gab’s mal Baklava, mal Quark mit Honig und Nüssen und heute wurde uns nach dem Essen noch ein Teller mit heißen Kartoffeln (?!) gereicht. Beim Köfte-Burger-Mittagessen auf dem Gelände eines Busbahnhofs an der Schwarzmeerküste wurde reichlich Ayran angeboten und Trinkgeld vehement abgelehnt. Im Laden nebenan, in dem wir unseren Vorrat an Getränken und Süßigkeiten aufgestockt haben, wurden erst Okes Knieschützer einem Check unterzogen und dann noch ein Schokoriegel auf Kosten des Hauses in die Tüte gesteckt.
Schade ist, dass wir uns oft nur schlecht verständigen können. Die Leute sind so herzlich und neugierig und wir hangeln uns mit Hilfe des Wörterbuchs durch ein sehr stockendes Gespräch, in dem wir gerade mal austauschen können woher wir kommen und wohin unsere Reise gehen soll. Nur wenige Male wurden wir auf Deutsch angesprochen oder es war jemand dabei, der ein paar Brocken englisch konnte. Ich lerne zwar jeden Tag ein türkisches Wort dazu, aber über „Danke“, ein paar Zahlen, „Ja“, „Nein“ und „1 Nacht“ komme ich leider nicht hinaus.
Im Moment liegen wir im Zelt in der Nähe von Trabzon und lauschen dem Bach, der durch die Forellenzucht läuft, in der jetzt ein Fisch weniger schwimmt – den gab’s zum Abendessen. Morgen steht die Besichtigung des Sumeli-Klosters auf dem Plan und danach geht’s schon zur georgischen Grenze.
Ich bin gespannt, ob in Georgien mit meinen Russisch-Brocken mehr Verständigung möglich ist.