Die letzten zwei Tage in Moskau mussten wir ohne Kühlung auskommen, wodurch die Nächte ehrlich gesagt wenig erholsam waren.
Apropos Moskau. Heute morgen hatten wir noch einmal das komplette Programm - erst Rush Hour in der Metro, dann Stau vom Feinsten. Wir haben geschlagene zwei Stunden für die ersten 40 Kilometer aus der Stadt gebraucht, und das bei 34,5 Grad. Das war kein Spaß! Wir haben Stunden gebraucht um den Flüssigkeitsverlust wieder aufzufüllen.
Der Rest des Tages war dann eigentlich recht unspannend. Ach ja, heute mittag hab ich einen Parkplatz kaputt gemacht. Während wir essen waren hat sich mein Seitenständer in den weich gewordenen Asphalt gegraben. Zum Glück ist das Motorrad stehen geblieben. Wir haben noch schnell ein Bild und uns dann aus dem Staub gemacht. Man weiß ja nie ob gleich einer kommt und sich eine Strafgebühr ausdenkt.
Wobei eigentlich muß ich dazu sagen daß bisher keine unserer Befürchtungen wahr geworden ist. Wir sind noch nicht von der Polizei kontrolliert worden, die LKWs fahren sehr gesittet und die Straßen waren bisher immer in gutem Zustand. Mal sehen ob und wann sich das ändert.
Nochmal kurz zurück nach Moskau. In der Metrostation Ploschad Revolutsii stehen diverse Bronzestatuen. Von den unterschiedlichen Figuren scheint der Hund eines Soldaten eine besondere Bedeutung zu haben. Viele Passanten packen ihm im Vorbeigehen an die Schnauze, verweilen kurz und machen dann Platz für den nächsten. Auch ein Hahn, diverse Knie usw. werden auf diese Weise blank poliert, die Hundenase glänzt aber am meisten. Weiß jemand was hinter diesem Ritual steckt?
So langsam wird's dunkel und mir fallen die Augen zu. Morgen geht's nach Kazan zu den Tataren. Euch wünschen wir ein schönes Wochenende!
Gute Nacht.