Der Regen hat uns gestern doch noch erwischt. Gegen Abend kam er mit einem Gewitter und bis heute Morgen hat es sich ordentlich ausgeregnet. Von unserem allabendlichen Abendessens-Ausflug kamen wir etwas feucht zurück. Wir hatten schon befürchtet, dass unser Zelt in der Zwischenzeit weggeschwommen ist, da unsere Ecke bei Sonnenschein zwar der beste Platz, bei Regen aber leider auch die Abflussrinne des Campingplatzes ist. Es war aber alles trocken, der sandige Boden hat lange kein Wasser gesehen, so dass alles sofort versickert ist.
Nachdem wir bei den letzten Tropfen abgebaut haben, sind wir weiter Richtung Westen gefahren. Die Städte liegen hier wieder dichter beisammen, der Verkehr nimmt zu, die Häuser werden größer und moderner – so richtig sympathisch ist uns das nicht, deutet es doch an, dass unser Urlaub so langsam zu Ende geht.
Am Abend hat es uns in die kleine Provinzstadt Kütahya verschlagen. Der Reiseführer preist sie als buntes, mit Kacheln geschmücktes Städtchen an. Und wenn man von den Kacheln weiß, findet man sogar einige an den Hauswänden, den Brunnen oder den Kiosken. Es gibt eine moderne Fußgängerzone und eine Altstadt mit wirren Gassen und Lädchen, die ein bisschen wir Puppenstuben aus lang vergangenen Zeiten aussehen. Einige Häuser sind baufällig und schon halb zusammengebrochen, das scheint aber niemanden zu stören. Wir essen leckere Pide und beobachten die Männer, die mit Tabletts voller Tee zwischen den Häuschen hin- und herspringen.
Da wir heute fleißig gefahren und gut vorangekommen sind, werden wir wohl schon morgen wieder am Meer und damit auch nahe der griechischen Grenze sein.