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Samstag, 19. Juni 2010

Tag 1

Kaum unterwegs und schon haben wir was zu erzählen ;-)

Nach netten Verabschiedungen haben wir uns eine Stunde später als geplant auf die Motorräder geschwungen und den ersten Tag auf der deutschen Autobahn verbracht. Etwa 700 km von zu Hause bis ins schöne Städtchen Rostock.

Schon nach 150 km hatten wir die erste Panne. Okes Erste Hilfe Pack samt Warnweste und Ersatzgurten kam mir bei Tempo 140 auf der Überholspur entgegen geflogen. Das Plastikrohr in dem der Kram untergebracht und das mit Kabelbindern am Rahmen befestigt war hatte sich selbständig gemacht und war dabei sich zwischen Rahmen und Reifen in flüssiges Plastik zu verwandeln. Zum Glück hat der Reifen dabei aber keinen Schaden genommen.
Keine 50 km später hatte ich dann meinen Auftritt. Beim Anfahren an der Tankstelle bleibe ich an Okes Koffer hängen und kaum gemerkt lagen auch schon beide Motorräder dekorativ in der Tankstelle. Keine Sorge - außer ein bißchen Plastikabrieb am Koffer keine Schäden zu verzeichnen.

Naja, was lernen wir daraus: Das GS-Forum hat nicht immer recht (daher kam der Befestigungsvorschlag für die Röhre) und Motorräder mit Koffern sind breiter als man denkt.

Der Rest der Weges war dann aber unspektakulär. Kühle 11 bis 17 Grad und ein paar Regentropfen, zum Glück aber nie so viele daß es sich gelohnt hätte die Regenklamotten auszupacken.
In Rostock haben wir dann für Oke ein neues Erste Hilfe Pack organisiert und in einem netten Steakhouse zu Abend gegessen.

Inzwischen haben wir erfolgreich auf der Fähre eingecheckt und können den Tag langsam aber sicher zu Ende gehen lassen. Unsere Ruhesessel sehen ehrlich gesagt nicht gerade nach einer bequemen Nacht aus, aber wir sind müde genug um ein paar Stunden zu schlafen - egal wo.

noch 9 Stunden

Es ist 1 Uhr nachts und es sieht so aus als wären alle Vorbereitungen abgeschlossen. Noch ein paar Stunden schlafen und dann geht's los. Die Koffer sind gepackt und die wasserdichten Packrollen warten nur noch darauf verzurrt zu werden.

Die letzten Tage waren so voll gepackt dass das Reisefieber noch keine Chance hatte richtig auszubrechen. Ich denke ich werde erst realisieren dass wir tatsächlich unterwegs sind wenn mein Hinterteil morgen gegen Mittag das erste Mal nach einer Pause ruft...

Vielen Dank für all' die lieben Wünsche die wir mit auf den Weg nehmen - damit kann eigentlich gar nix mehr schief gehen.

Bis bald - Evi