Nach netten Verabschiedungen haben wir uns eine Stunde später als geplant auf die Motorräder geschwungen und den ersten Tag auf der deutschen Autobahn verbracht. Etwa 700 km von zu Hause bis ins schöne Städtchen Rostock.
Schon nach 150 km hatten wir die erste Panne. Okes Erste Hilfe Pack samt Warnweste und Ersatzgurten kam mir bei Tempo 140 auf der Überholspur entgegen geflogen. Das Plastikrohr in dem der Kram untergebracht und das mit Kabelbindern am Rahmen befestigt war hatte sich selbständig gemacht und war dabei sich zwischen Rahmen und Reifen in flüssiges Plastik zu verwandeln. Zum Glück hat der Reifen dabei aber keinen Schaden genommen.
Keine 50 km später hatte ich dann meinen Auftritt. Beim Anfahren an der Tankstelle bleibe ich an Okes Koffer hängen und kaum gemerkt lagen auch schon beide Motorräder dekorativ in der Tankstelle. Keine Sorge - außer ein bißchen Plastikabrieb am Koffer keine Schäden zu verzeichnen.
Naja, was lernen wir daraus: Das GS-Forum hat nicht immer recht (daher kam der Befestigungsvorschlag für die Röhre) und Motorräder mit Koffern sind breiter als man denkt.
Der Rest der Weges war dann aber unspektakulär. Kühle 11 bis 17 Grad und ein paar Regentropfen, zum Glück aber nie so viele daß es sich gelohnt hätte die Regenklamotten auszupacken.
In Rostock haben wir dann für Oke ein neues Erste Hilfe Pack organisiert und in einem netten Steakhouse zu Abend gegessen.
Inzwischen haben wir erfolgreich auf der Fähre eingecheckt und können den Tag langsam aber sicher zu Ende gehen lassen. Unsere Ruhesessel sehen ehrlich gesagt nicht gerade nach einer bequemen Nacht aus, aber wir sind müde genug um ein paar Stunden zu schlafen - egal wo.